Derbysieg deutlich verpasst

Am letzten Novembersamstag kam es für die Neuseenland-Volleys Markkleeberg zum bisherigen Saisonhöhepunkt in der Neuseenlandhalle – dem „Landkreis-Leipzig-Derby“ gegen die favorisierten ESA Grimma Volleys.
In der rappelvollen Halle war von Anfang bis Ende prächtige Stimmung. Die Markkleeberger und recht zahlreichen Grimmaer Fans lieferten sich ein hörbares Anfeuerungsduell. Insgesamt wurden „seensationelle“ 411 Zuschauer gezählt – Saisonspitzenwert in der Neuseenlandhalle !
Ein Spitzenspiel für die nicht ganz kompletten Markkleeberger Mädels wurde es aber leider nicht.
Satz 1 begann mit drei Punkten für Grimma, doch dann glich MArkkleeberg zum 3:3 aus. Darauf folgten wieder 3 Punkte der Grimmaerinnen in Folge, bevor sich die Gastgeberinnen wieder auf 6:5 herankämpften. Den Ausgleich schafften sie diesmal aber nicht und von nun an bauten die Gäste ihren Vorsprung kontinuierlich aus und gewannen den Satz (zu) schnell mit 25:13.
Was konnte man nun von Satz 2 erwarten – dass die Markkleeberger Volleys die Grimmaerinnen deutlich mehr unter Druck setzen und so deren Spielaufbau stören und sie zu Fehlern zwingen ? Nach je einer Fehlaufgabe auf beiden Seiten machten aber genau das die Gäste und zogen Punkt für Punkt davon, weil sie in jedem Element letztlich die besseren Lösungen fanden. Weder Spielerwechsel noch orientierende und motivierende Trainerworte in den Auszeiten auf Markkleeberger Seite konnten an der Überlegenheit der Grimmaerinnen etwas ändern, und so endete auch der Satz dann recht schnell mit 16:25.
Mit der Erinnerung daran, dass im Vorjahr aus einem 0:2 in Grimma noch ein 3:2 – Pokalspielgewinn wurde, verband sich nun die Hoffnung auf eine Wende im dritten Satz. Der sah auch lange durchaus gut für die Markkleeberger Damen aus, obwohl sie zunächst gleich wieder mit 1:4 in Rückstand lagen. Beim 4:4 glichen sie aus und beim 10:10 wieder, gingen dann sogar 11:10 in Führung. Doch die Hoffnung auf einen Satzgewinn schwand ab dem 11:11-Ausgleich für Grimma, denn die Gäste gingen dann in Führung und gaben die bis zum Satzende (25:14) nicht mehr ab.
Eine leider sehr deutliche 3:0-Niederlage, die allen in Markkleeberg schon etwas „schwer im Magen liegt“ und möglichst schnell abgehakt werden muss.
Chefcoach Tim Reichenbach schätzte ein : „Das haben wir uns alle wohl anders vorgestellt. Die Niederlage gegen Grimma ist das eine, in welcher Deutlichkeit die Sätze im Derby verloren gegangen sind, ist jedoch sehr enttäuschend. Versucht man das Ganze einzuordnen, so kann man sicherlich anführen, dass mit Emily und Nele zwei Stammkräfte im Kader gefehlt haben, während Grimma voll besetzt war, und natürlich steht da immer die größere Erfahrung der Gäste gegen unser sehr junges und in der Liga umso unerfahreneres Team. Am Ende denke ich aber sind wir mit dem Druck des Derbys einfach nicht gut klargekommen. Die Anspannung lag bereits die gesamte Trainingswoche in der Luft und man hatte das Gefühl, alle wollten an diesem Spieltag nochmal mehr als an anderen zeigen, was in Ihnen steckt. Am Ende müssen wir jetzt die richtigen Schlüsse daraus ziehen und als Team aus Situationen wie dieser lernen.“.
Hoffentlich gelingt das bis zum Auswärts-Doppelspieltag am 06./07.12.2025.

