Markkleeberger „Heimspiel“ in Dresden

Zum Auswärtsspiel des Doppelspieltag, dem Derby gegen den VCO Dresden I reisten die Neuseenland-Volleys Markkleeberg leider krankheitsbedingt geschwächt, dafür aber mit einer sehr zahlreichen Fanschar an. Chefcoach Tim Reichenbach hatte vor dem Spiel u.a. gesagt : „…der VCO trumpft mit großgewachsenen, athletischen und technisch gut ausgebildeten Spielerinnen auf. Lässt man den diese zu gut ins Spiel kommen, wird es schwer, dem Tempo und der Physis der jungen Spielerinnen etwas entgegenzusetzen. Ich denke, wenn wir es schaffen, Dresden aus dem Rhythmus zu bringen und gut in Block und Feldabwehr arbeiten, kann man auch hier erfolgreich sein.“.
Und fast hätte das geklappt, denn in dem spannenden Derby, das von zahlreichen und sehr hörbaren Markkleeberger Fans zum „Heimspiel“ in der Landeshauptstadt gemacht wurde, ging es ungeachtet der Dresdener Favoritenrolle dann doch recht knapp zu, weil die Markkleebergerinnen ein sehr gutes Spiel lieferten. Schade und auch ein wenig unglücklich für sie, dass es dann doch mit 1:3 verloren ging.
Satz 1 war bis zum 11:11 recht ausgeglichen, dann ging es hin und her bis zum 15:15. Dann aber neigte sich die Waage in Richtung der Gastgeberinnen. Zwei Auszeiten von Tim Reichenbach brachten zwar jeweils den „Trainerpunkt“ und Hoffnung, aber der Satz ging dann doch mit 19:25 verloren.
Satz 2 sollte nun die Wende bringen, und das tat er dann auch, zumindest erstmal. Er begann mit einer Aufschlagserie von Bianka Werner zur 4:0-Führung. Und diese Markkleeberger Führung hielt bis zum Ende, die Gastgeberinnen schafften nicht ein einziges Mal den Ausgleich. Ein mit 25:20 fast schon souveräner Markkleeberger Satzgewinn, der Hoffnung auf mehr machte.
Doch leider wurde die Hoffnung auf den Gewinn des dritten Satzes nicht erfüllt. Aber was war das für ein Satz ! Die Gastgeberinnen gingen schnell in Führung, aber bei 4:4 kam es zum ersten Ausgleich. Dann wieder Dresdener Führung und Markkleeberger Auszeit bei 5:9. Und jetzt : „Trainerpunkt“ zum 6:9 und eine Aufschlagserie von Lilly Roßberg bis zur 10:9-Führung. Danach ein ständiges Hin und Her bis zum 15:15, ab dem die Gastgeberinnen in Führung gingen und Tim Reichenbach bei 15:18 zur zweiten Auszeit (mit weiterem „Trainerpunkt“) zwangen. Doch die Dresdener Führung hielt an und wuchs bis auf 5 Punkte. Aber dann kämpften sich die Markkleeberger Volleys großartig zurück und glichen bei 22:22 und 23:23 aus. Im Finale dieses Satzes gab es dann Nervenflattern mit Aufschlagfehlern auf beiden Seiten, bei Markkleeberg leider einen zuviel, so dass er für sie trotz Abwehr von zwei Satzbällen 25:27 verloren ging.
Damit war zwar ein Punkt verloren, aber noch nicht das Spiel, denn bei der tollen Leistung der Gäste bestand noch berechtigte Hoffnung auf die erneute Wende in Satz 4. Und ja, diese Hoffnung war berechtigt, wie sich zeigte. Nach einem Aufschlagfehler auf beiden Seiten bog der Satz erstmal klar in Richtung Markkleeberg ab, bei denen jetzt Thora Bauer als Libera zum Einsatz kam. Markkleeberg erarbeitete sich im wahrsten Sinne des Wortes eine permanente Führung bis auf fünf Punkte beim 12:7. Dann kamen die Gastgeberinnen langsam heran und schafften beim 17:17 den Ausgleich. Dann wieder wechselnde Führung bis zum 20:20. Bei 20:21 übernahm VCO die Führung und gewann insgesamt glücklich mit 25:21 den Satz und damit das tolle Spiel mit 3:1.
Was bleibt nach dem Wochenende : zwei recht schön anzuschauende Spiele fast auf Augenhöhe mit favorisierten Gegnern, leider ohne sich dafür durch Punkte zu belohnen, Fans und Unterstützer, die weiter fest zum Team stehen, und eine Woche zur Genesung der Kranken und intensiven Vorbereitung auf das letzte, erneut schwere Spiel des Jahres am 21.12.2025 beim VfL Oythe 1947 e.V..

