Revanche Nicht geglückt

Mit den etwa 150 lauten Markkleeberger Fans in grün im Rücken wollten die Neuseenland-Volleys die favorisierten Gastgeberinnen im Derby-Rückspiel mindestens herausfordern, auch wenn die erste Zuspielerin Bianca Werner leider krankheitsbedingt immer noch fehlte.
Doch in Satz 1 war zwar die „grüne Wand“ der Fans voll da, aber bei den Mädels auf der Platte klappte (zu) wenig, bei den Gastgeberinnen hingegen nahezu alles. Vor allem die Annahme der zugegebenermaßen guten Aufgaben der Grimmaerinnen bekamen die Markkleeberger Mädels nicht in den Griff, und so kassierten sie einen ziemlich heftigen und schnellen11:25-Satzverlust.
Auch in Satz 2 gingen die Gastgeberinnen sofort in Führung und bauten diese bis zur Satzmitte auf 7 Punkte aus. Doch ein Wahnsinnsballwechsel läutete dann bei 10:16 die Wende ein und bei 20:20 wurde erstmals der Ausgleich geschafft. Wäre der Satz nach dem nochmaligen Ausgleich bei 23:23 nach 21:23- Rückstand gewonnen worden – wer weiß wohin das Spiel dann abgebogen wäre. Aber leider gelang das nicht, wurde auch der Satz verloren, wenn auch denkbar knapp mit 23:25.
In Satz 3 kam es bei 2:1 zwar zur ersten Markkleeberger Führung in dem Spiel, aber die Gastgeberinnen glichen sofort aus und gingen selbst in Führung, die sie bis zum Satzende nicht mehr abgaben. Mit 25:15 ging auch der Satz an Grimma, und damit leider das Spiel für die Markkleebergerinnen (doch zu klar) mit 0:3 verloren.
Zwar kritisch, aber auch optimistisch (beides zurecht) der Trainerkommentar nach dem Spiel : „Wir sind anscheinend doch noch nicht so weit – das ist die Erkenntnis, die nicht nur nach dem Dresden Spiel, sondern nun auch dem Derby in Grimma bleibt. Dass das Team im Saisonverlauf eine Entwicklung gemacht hat, ist deutlich sichtbar, und natürlich ist die Hoffnung da, dass es gegen die oberen Teams der Liga dann doch einmal reicht, aber gewonnen hat auch in Grimma am Ende die erfahrenere Mannschaft. Dass wir gerade in den Elementen, die sonst zu unseren Stärken gehören, nicht mit Grimma mithalten konnten, zeigt, dass der Kopf und die Erfahrung an diesem Tag den Unterschied gemacht haben. Aber, um aus allem etwas Positives zu ziehen, es ist eine weitere Erfahrung, die das Team in seiner Entwicklung machen durfte. Das erste Mal Derby gegen Grimma, besser verkauft als im Hinspiel und eine wahnsinnige Fanbase, die uns unterstützt hat. Das sind gute Schritte in die richtige Richtung, denen auch das Sportliche folgen wird.“.
Kein insgeheim erhoffter Markkleeberger Punktgewinn also, aber in der Tabelle bleibt es beim Nichtabstiegsplatz 12. Glückwunsch den Gastgeberinnen für den verdienten Erfolg vor der Rekordkulisse von über 500 Fans mit viel anwesender Prominenz.

