Auf ErstligABODEN KEINE Punkte

Der Einladung der Neuseenland-Volleys Markkleeberg zum Heimspiel gegen den Tabellensechsten der Liga DSHS SnowTrex Köln sind trotz Faschingstrubel und Schulferien 267 Fans und Unterstützer gefolgt. Alle erlebten die Neuseenlandhalle ausgestattet mit einem bei SW Erfurt geliehenen Erstliga-Boden. Und auf dem wollten die Gastgeberinnen mit dem Publikum im Rücken dem favorisierten Gegner ein Spiel auf Augenhöhe liefern. Das ist insgesamt gelungen, auch wenn sich die Markkleebergerinnen letztlich leider wieder nicht mit Punkten belohnen konnten.
In Satz 1 starteten die Gastgeberinnen mit einer sehr druckvollen Aufschlagserie von Bianka Werner und konzentriertem Spiel. Erst Aufschlag Nr. 8 ging ins Netz und brachte den ziemlich überrascht erscheinenden Gästen ihren ersten Punkt zum 1:7. Doch dann kriegten sich so langsam ein, holten Punkt um Punkt bis zum 20:20-Ausgleich auf und gingen jetzt selbst in Führung. In der Crunchtime setzten sich die ligaerfahreneren Kölnerinnen dann mit Routine und Können durch und gewannen den Satz mit 25:22.
Satz 2 startete ausgeglichen und so blieb das auch bis zum 12:12. Dann hatten die Gäste erstmal die besseren Lösungen im Spiel, aber bei 18:18 waren die Markkleeberger Mädels wieder ran. Doch dann setzten sich die Kölnerinnen wieder ab, aber erneut kamen die Gastgeberinnen zurück, schafften mit enormem Kampfgeist den Ausgleich zum 24:24. Eine Kölner Auszeit brachte nicht den sogen. „Trainerpunkt“, sondern Satzball für Markkleeberg. Dann aber führten ein Markkleeberger Angriff ins Aus zum Ausgleich und zwei Powerblöcke der Kölnerinnen zu deren sehr glücklichem 27:25-Satzgewinn.
Vor Satz 3 gab es wieder eine zehnminütige Pause, welche die Kölnerinnen offenbar besser „verkraftet“ hatten, denn sie gingen gleich mal 4:1 in Führung, und hielten diese Führung dann auch bis zum Satzende. Die Markkleeberger Mädels mühten sich, kämpften wie in den Sätzen zuvor, aber auf mehr als zwei Punkte kamen sie nicht heran, zu solide, zu fehlerarm agierten die Gäste. Und so gingen der Satz mit 19:25 und das Spiel mit einer 0:3-Niederlage zu Ende, die in dieser Klarheit den Spielverlauf nicht wirklich widerspiegelt. Trotz allem zumeist sehr guten, abgeklärte(re)n Spiel der Kölnerinnen – einen Satzgewinn hätten die Markkleeberger Mädels verdient. Vom Publikum gefeiert wurden sie – zurecht – auch ungeachtet der Niederlage.
Die abschließende MVP-Ehrung war diesmal irgendwie besonders, denn beiden MVP’s wurden von den Markkleeberger Stadtoberen Oberbürgermeister Karsten Schütze und Bürgermeister Olaf Schlegel statt der üblichen Medaille der Faschingsorden 2026 des Markkleeberger Carnevals Club verliehen. Sicher eine Rarität in der Kölner Karnevalshochburg, in die die Gäste nach dem Spiel eilends zurückfuhren. Alles Gute und “Kölle – Alaaf“ !

