Markkleeberg – Grimma

Markkleeberg – Grimma

Am Abend des Tages der Deutschen Einheit trafen die Neuseenland-Volleys Markkleeberg im Sachsen- und Landkreis-Leipzig-Derby innerhalb einer Woche zum zweiten Mal (nach dem Pokalspiel) auf die ESA Grimma Volleys. Trainer Tim Reichenbach hatte auf das Spiel gebremst optimistisch vorausgeblickt. Natürlich lag es nahe, den Sieg beim Sachsenpokalfinale als Maßstab zu nehmen und dessen Wiederholung vorauszusetzen. Doch erstens ist Grimma ein starkes, entwicklungs- und steigerungsfähiges Team und zweitens ist da noch die ganz besondere Stimmung bei einem Derby. Die Gäste wollten sich mit ihren mitgereisten zahlreichen und lauten Fans im Rücken natürlich für die Pokalniederlage revanchieren. Aber die Heimspiel-Fanunterstützung und der Rückenwind aus dem Pokalsieg schlugen auf Markkleeberger Seite zu Buche. Spannung war also angesagt.

Und spannend wurde es dann auch, allerdings noch nicht wirklich in Satz 1. Der verlief zunächst ausgeglichen, aber ab etwa Satzmitte setzten sich die Gäste ab. Zwei frühe  Auszeiten von Trainer Tim Reichenbach brachten nicht die Wende, denn Grimma ging, vor allem wohl begünstigt durch Annahmeprobleme auf der Gastgeberseite oder andersherum starke Aufgaben der Gäste, mit neun Punkten in Führung. Aber dann berappelten sich die Markkleeberger Mädels langsam wieder, kamen durch fünf gute Aufgaben von Anne Kurzetz und drei Superblöcke bis auf 18:20 heran, konnten aber den 25:19 -Satzgewinn der Gäste dann doch nicht verhindern.

Die Hoffnungen ruhten nun auf Satz 2. Und das tatsächlich zurecht, denn den dominierten die Markkleebergerinnen deutlich, gingen von Beginn an in Führung, gaben die den ganzen Satz über niemals ab und gewannen ihn klar mit 25:18. 

War der gewonnene Satz 2 die berühmte Wende im Spiel ? Alle hofften es, aber anfänglich sah es nicht so aus, denn im Satz 3 ging es erstmal hin und her. Aber ab dem 6:6 gingen die Markkleeberger Mädels in Führung, gaben diese auch in dem Satz nicht mehr ab und hatten bei 24:17 den ersten Satzball, doch Grimma hielt dagegen, holte vier Punkte auf und zwang Tim Reichenbach bei 24:21 zur Auszeit. Die brachte den sogenannten „Trainerpunkt“ und den Markkleeberger Volleys den 25:21-Satzgewinn.

Damit war der erste Punkt der Saison auf dem Markkleeberger Konto, aber es sollten natürlich gern mehr werden. Dazu musste am besten gleich der Satz 4 gewonnen werden. Aber so einfach wollten es die Gäste den Gastgeberinnen dann doch nicht machen. Sie begannen furios und plötzlich stand es 6:1 für sie. Zwar kam Markkleeberg dann etwas besser ins Spiel, doch der Grimmaer Vorsprung blieb zunächst. Aber beim 18:18 glichen die Markkleeberger Volleys aus und gingen sogar in Führung. Dann gab es zwar nochmal den Ausgleich bei 19:19, aber darauf folgten vier Punkte für Markkleeberg und der erste Matchball bei 24:21. Doch die Gäste hielten erneut dagegen, zwangen Chefcoach Tim Reichenbach zur zweiten Auszeit und glichen sogar zum 24:24 aus. Aber ein guter Angriff von Steffi Kuhn und eine Wahnsinns-Rettungsaktion der Markkleeberger Mädels mit anschließendem Grimmaer Angriff ins Aus brachten den umjubelten Satz- und Spielgewinn.

Teamkommentar : „Nachdem Grimma den besseren Start erwischt und sich Satz 1 sichert, drehen wir das Spiel! Wir legen nach, holen uns die nächsten drei Sätze und machen damit den Derbysieg perfekt! Das heißt: die ersten 3 Punkte der Saison wandern auf unser Punktekonto! Danke an alle, die uns heute in der Halle und von zuhause aus unterstützt haben!“.

Alles in allem ein tolles Spiel mit vielen z.T. spektakulären Ballwechseln, die Frauenvolleyball so attraktiv machen, einer tollen Stimmung durch beide Fanlager, einer rappelvollen Tribüne, gut gefüllter VIP- und Kinderspielecke und vor allem natürlich mit den ersten drei Punkten der Saison auf dem Markkleeberger Konto. Ein Volleyballfest am Feiertag, auch Dank aller Gäste!